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Parkhaus? Braucht Schutz.


Wie sicher und wirtschaftlich kann ein Parkbau betrieben werden? Das kommt auf den Boden an: Denn der ist in Parkhäusern und Tiefgaragen hohen Belastungen ausgesetzt – durch Abrieb, Feuchtigkeit, Tausalze und mehr …

 

Aufgaben moderner Oberflächen-Schutzsysteme

Moderne Beschichtungen für Parkbauten sind mehrschichtige Oberflächen-Schutzsysteme (OS), die weit mehr leisten als „nur“ eine stabile Oberfläche zu sein.

  • Beton vor Feuchtigkeit, Chloriden, Ölen und Kraftstoffen schützen
  • Wasseraufnahme unterbinden und Korrosionsschäden an der Bewehrung vermeiden
  • Rutschhemmende, mechanisch belastbare Fahr- und Gehflächen bieten
  • Statische oder dynamische Rissbewegungen überbrücken und Langlebigkeit erhöhen

Die Tragstruktur bleibt länger intakt, der Aufwand bei Wartungs- sowie von Sanierungsarbeiten lässt sich verringern bzw. vermeiden – und die Wirtschaftlichkeit steigt. Bei unzureichender Ausführung wiederum kann eine kontinuierlich voranschreitende Schädigung des Betonstahls auftreten und damit sogar die Standsicherheit des kompletten Gebäudes gefährden.

 

 

Was der Boden in typischen Bereichen leisten muss

Nicht jeder Bereich eines Parkhauses stellt die gleichen Anforderungen an die Oberfläche. Entsprechend unterscheiden sich Aufbau und Leistungsprofil der Beschichtungssysteme.

 

  • Tiefgaragen und Bodenplatten: Hier steht der Schutz gegen Feuchtigkeit, rückseitige Durchfeuchtung und mechanische Belastungen im Vordergrund. Häufig kommen starre oder leicht flexibilisierte Systeme mit hoher mechanischer Beständigkeit und guter Reinigungsfähigkeit zum Einsatz.

 

  • Zwischendecks und überdachte Parkdecks: Decken, die gleichzeitig befahren werden, sind rissgefährdet. Dafür werden rissüberbrückende Systeme verwendet, die Bewegungen im Beton aufnehmen und die Konstruktion vor eindringendem Wasser und Tausalz schützen.

 

  • Offene Parkdecks: Frei bewitterte Flächen müssen zusätzlich UV‑Strahlung, Regen, Schnee und große Temperatursprünge verkraften. Hier werden dynamisch rissüberbrückende, witterungs- und UV‑stabile Systeme eingesetzt, die für dauerhaft sichere und farbstabile Oberflächen sorgen.

 

  • Rampen und Spindeln: In Steigungs- und Kurvenbereichen wirken hohe Schub-, Scher- und Bremskräfte. Spezielle Systeme mit erhöhter Verschleißbeständigkeit und besserer Rutschhemmung sorgen für Grip und Sicherheit bei Nässe.

 

  • Wände, Sockel und Stützen: Spritzwasser und Tausalz greifen auch vertikale Bauteile an. Beschichtungen sind flüssigkeitsdicht, nahezu CO₂‑dicht sowie rissüberbrückend ausgelegt.

 

 

Sicherheit bei drückendem Wasser

In erdberührten Tiefgaragen oder bei hoher Grundwasserbelastung spielt die Druckwasserbeständigkeit der Beschichtung eine zentrale Rolle.

Systeme mit entsprechend geprüfter Druckwasserbeständigkeit halten definierten Wassersäulen stand – bis hin zu Belastungen, die einer Wassersäule von bis zu 15 Metern und mehr entsprechen. So bleibt der Verbund zum Untergrund auch dann erhalten, wenn von unten Wasser drückt oder zeitweise Stauwasser auftritt.

Für Bauherren und Betreiber ist dies ein wichtiger Sicherheitsfaktor: Es schützt vor Feuchteschäden, osmotischer Blasenbildung in der Beschichtung und unkontrollierten Wasserwegen im Bauwerk.

 

Worauf Sie bei Planung und Sanierung achten sollten

Das passende OS-System ergibt sich aus der Nutzung, der Konstruktion und den Umgebungsbedingungen des jeweiligen Parkbaus. Wichtige Fragen sind dabei:

 

  • Handelt es sich um Bodenplatte, Zwischendeck, Top-Deck, Rampe oder Wandfläche?
  • Wird mit Rissbildung oder Bewegungen im Beton gerechnet?
  • Machen Grund- oder Stauwasser eine Druckwasserbeständigkeit erforderlich (Stichwort „Wassersäule“)?
  • Gibt es Bereiche, die stärker frequentiert werden oder besonders hoher Beanspruchung unterliegen?
  • Soll der Parkraum mit einem bestimmten Farb- und Orientierungskonzept gestaltet werden?

 

Freundliche Atmosphäre – als gesellschaftliche Funktion

Helle und freundlich gestaltete Parkhäuser und Tiefgaragen leisten auch einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Sicherheit sowie zum subjektiven Wohlbefinden. Dunkle Räume erzeugen schnell Unsicherheit und können Angstgefühle verstärken, insbesondere in Situationen, in denen Menschen allein unterwegs sind.

Einladendes Design fördert Orientierung, Transparenz und Vertrauen. Es signalisiert Pflege, Aufmerksamkeit und soziale Kontrolle – Faktoren, die nachweislich präventiv gegen Vandalismus und Kriminalität wirken.

Die visuelle Gestaltung eines Parkraums ist also kein rein funktionales Detail, sondern Ausdruck von Verantwortung, Aufenthaltsqualität und moderner urbaner Gestaltung.

 

 

Schnelle Aushärtung, kurze Sperrzeit

Bei Sanierungen sind auf Wunsch kurze Verarbeitungszeiten und damit geringere Sperrzeiten möglich. Hochreaktive Werkstoffe sind nach wenigen Stunden fest und können innerhalb kürzester Zeit überarbeitet werden.

Kurze Zeitfenster machen eine Sanierung unabhängiger von der Witterung. Zudem wird eine Nichtbelegung der Parkplätze auf ein nötiges Minimum reduziert.

 

Parkhäuser sind (k)eine Wissenschaft

Ob es sich um einen Neubau handelt oder um eine Umnutzung, Neugestaltung oder optische Auffrischung von Parkflächen: Der perfekte Belag eines Parkbaus ist vielleicht keine Wissenschaft für sich. Aber fast …

Fürstenhöfer unterstützt Bauherren, Planer und Betreiber dabei, für jeden Bereich den passenden Oberflächenschutz zu finden. Wir begleiten von der Bestandsaufnahme über die Systemauswahl bis zur fachgerechten Ausführung – für eine langfristig sichere, wirtschaftliche und attraktive Parkfläche.